Liebe und Tod

Nach Ebo Taylors fulminantem Auftritt auf der Ulla Eisbrecher a.k.a. Arte Noah im Würzburger Hafenbecken konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe mir seine Platte gleich gekauft und vom Meister signieren lassen. Er selbst an der Gitarre, unterstützt von seinem Sohn an den Keys, sowie von Musikern der Bands KabuKabu und Poets of Rhythm (dem einen oder anderen vielleicht noch aus den 90ern als Münchner Acid Jazz/Funk-Formation bekannt) zeigte Taylor eindrucksvoll, dass den Afrobeat-Priester der Groove auch im Alter von 75 nicht verlässt.

Satte Bläsersätze, pulsierende Drums, der Sound direkt aus den Siebzigern und doch extrem frisch und knackig. Das muss sich nicht hinter den Arrangements des großen Fela Kuti, oder den neuen Produktionen seines ehemaligen Drummers Tony Allen verstecken – ganz im Gegenteil. Vor etwa 70 Gästen begeisterte Ebo in familiärer Atmosphäre mit einer leidenschaftlichen Performance, sowohl sängerisch und tänzerisch, als auch durch seine gefühlvollen Gitarrensoli. Bestechend auch seine sympathische Ausstrahlung und Authentizität, die ganz ohne die divenhafte Coolness eines Tony Allen auskommt (Nevertheless i´m your fan, Tony!).

Schade, dass der Mitschnitt, der kurzzeitig im Netz war, nicht mehr zur verfügung steht. Bleibt mir nur noch ein Zitat des Schlagzeugers: “You know what the taylors do: they sew dresses. But this man here, he sews music!”

Yes, he does!

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